- Rückfall in einen erneuten Krampfanfall (durch
optische und akustische Reize!)
Gefahren für das Kind: - mangelnde Placentafunktion
- durch ungenügende Sauerstoffversorgung
Mangelentwicklung
- Evtl. intrauteriner Fruchttod (durch Hypoxie bzw.
vorzeitige Placentaablösung)
e) Übertragung (Geburtsterminüberschreitung)
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Eine Übertragung liegt vor wenn 42 Wochen bzw. 294 Tage seit dem ersten Tag der letzten
Monatsblutung vergangen sind und die Geburt noch nicht erfolgt ist. Allerdings kann im
Einzelfall eine Überschreitung der Norm von 281 Tagen um über 14 Tage notwendig sein,
damit eine normale kindliche Reife erreicht wird. Bei einer Terminüberschreitung um 14 Tage
und mehr nimmt die kindliche Sterblichkeit jedoch, im Vergleich zu termingerecht geborenen
Kindern, im Durchschnitt zu.
Überwachung: - Intensivüberwachung, CTG zweitägig,
Fruchtwasserbestimmung (Menge, Farbe, Gewichtsschätzung
durch Ultraschall
Risiken: - Auftreten einer Plazentainsuffiziens (Funktionseinschränkung
desMutterkuchens), die zur Austrocknung des Kindes oder
einer Einschränkung / Behinderung des Wachstums führen
kann und möglicherweise die Empfindlichkeit gegenüber den
Gefahren der Geburt erhöht, auch der kindliche Tod kann
dadurch verursacht werden
- weiteres Wachstum, das zu Komplikationen führen kann, die
mit einem übergroßen Kind verbunden sind
Achtung bei Makrosomie (übergroßem Kind): Gefahr der
Schulterdystokie
Maßnahmen: - bei Vorliegen einer echten Übertragung Beendigung der
Schwangerschaft möglichst auf vaginalem Weg durch
Wehenerzeugung
- gelingt die Geburtseinleitung nicht oder verschlechtert sich der
Kindeszustand ist eine sofortige Schnittentbindung
durchzuführen.
II. Risiken während der Entbindung:
a)Frühgeburt
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Als Frühgeburt bezeichnet man die Geburt vor der vollendeten 37 SSW.
Risikofaktoren: - mütterliches Alter (<18 bzw.>35 Jahre)
- Raucherin
- vorausgegangene Frühgeburten
- vorausgegangene Totgeburten
- mehr als 2 Fehlgeburten
- uterine Blutung (Blutung in der Gebärmutter)
- Mehrlinge
- Placenta praevia (atypische Lage des Mutterkuchens im
unteren Gebärmutterbereich)
- SIH (Gruppe schwangerschaftsspezifische Erkrankungen mit
dem Hauptsymptom arterieller Bluthochdruck)
7
Schneider/Schneider/Schlunk, Geburtshilfefibel 2.A,1997,S. 102ff , Dudenhausen, Pschyrembel, Praktische
Geburtshilfe, 19.A.,S. 91.
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Pschyrembel, Praktische Geburtshilfe, 19.A.,S. 83 ff.
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© Rechtsanwältin Dr. Ruth Schultze-Zeu, Spezialistin für Arzt – und Geburtschadenssrecht, Berlin,
www.ratgeber-arzthaftung.de