Darunter versteht man eine Infektion der Fruchthöhle evtl. mit der Beteiligung des Kindes
und der Gebärmutter. Eine Infektion zeigt sich an folgenden Symptomen: mütterliches
Fieber, Wehentätigkeit und kindliche Tachykardie.
Ursachen des AIS können sein:
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ein vorzeitiger Blasensprung
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ein sehr verzögert laufende Geburt
Risikofaktoren: - hohe Anzahl vaginaler Untersuchungen
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Dauer des vorzeitigen Blasensprungs
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Anwendung einer fetalen Kopfschwartenelektrode
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Langandauernde Wehentätigkeit
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Erstgebärende
Maßnahmen:
- nach Diagnosestellung sofort antibiotische Behandlung
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am sichersten ist eine baldige Entbindung (wenige Stunden
nach Diagnosstellung, Antibiotika
gelangen nur in sehr starker Verdünnung in die
Amnionhöhle (Eihöhle)
Siehe auch unter Vorzeitiger Blasensprung.
d) Präeklampsie (EPH-Gestose)
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Synonym für Hochdruckerkrankungen in der Schwangerschaft und Spätgestosen
Symptome der Präeklampsie: - schwangerschaftsbedingter
Bluthochdruck (Hypertonie)
- Proteinurie (Eiweiß im Urin
- Ödeme (Wassereinlagerungen)
Bei der Eklampsie treten neben den Symptomen der schweren Präeklampsie tonisch-
klonische Krämpfe im letzten Schwangerschaftsdrittel auf.
Die Präeklampsie ist überwachungspflichtig, so müssen z.B. engmaschig CTG-Kontrollen,
Fetometrie und Doppleruntersuchungen, Blutkontrollen und Laborkontrollen durchgeführt
werden.
Therapie der leichten, unkomplizierten Präeklampsie:
- Krampfprophylaxe (Bettruhe, Magnesiumgabe,
eiweißreiche Diät
- Blutdrucksenkung
Die schwere Präeklampsie und Eklampsie bedürfen der Intensivüberwachung.
Bei drohender Eklampsie und eklamptischem Anfall:
Es ist die Entbindung=Notsectio (unabhängig vom Schwangerschaftsalter) durchzuführen
sobald die Schwangere stabilisiert und narkosefähig ist.
Nur ausnahmsweise bei weit fortgeschrittener Eröffnungsperiode kann eine vaginale
Entbindung angestrebt werden.
Maßnahmen: - vor Zusatzverletzungen schützen
- Ständige Kontrolle der Vitalfunktionen!)
- Medikamente: Dormicum bzw. Diazepam,
Ebrantil, VEL-Infusion
- Zugang vorbereiten
- Intubation vorbereiten
Gefahren für die Mutter: - durch den Krampfanfall kommt es zur
Minderversorgung des Gehirns
Ateminsuffizienz bis Atemstillstand
Hirnblutung, Hirnödem
- Vorzeitige Placentalösung
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Schneider/Schneider/Schlunk, Geburtshilfefibel 2.A,1997,S. 78ff
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Schneider/Schneider/Schlunk, Geburtshilfefibel 2.A,1997,S. 78ff.
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© Rechtsanwältin Dr. Ruth Schultze-Zeu, Spezialistin für Arzt – und Geburtschadenssrecht, Berlin,
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