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Zur Schmerzensgeldhöhe bei Behandlungsverschulden des Zahnarztes:

Vorab: Zur Bemessung der Höhe des Schmerzensgeldes in Erfüllung der so genannten "Genugtuungsfunktion" soll nicht nur der Verschuldensgrad, sondern auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Zahnarztes berücksichtigt werden (BGH, NJW 1993, 1531). Dies schlägt sich in Gerichtsentscheidungen gegen Zahnärzte nieder, die bekannter Maßen wegen ihrer guten wirtschaftlichen Verhältnisse ausdrücklich aus diesem Grund zu höheren Schmerzensgeldzahlungen verurteilt wurden (LG Stuttgart, Urteil vom 02. Juli 1980, Aktenzeichen 12.O.4/79).

Die nachfolgenden Schmerzensgeldbeträge sind im Hinblick auf den heutigen Geldwert korrigiert worden: 

a.) Brücken:

OLG Düsseldorf, Urteil vom 14. Februar 1986, 6 U 144/85: Fehlerhafte Eingliederung von zwei Brücken, Entfernung der Brücken, Schmerzensgeld heute 6.500,00 DM

LG Bonn, Urteil vom 23. Oktober 1991, Aktenzeichen 1.O.434/89, in Hacks/Ring/Böhm, Schmerzensgeldtabelle, lfd.Nr. 781 (Aufl. 1995) = fehlerhaftes Anbringen von zwei Brücken, zwei Jahre Schmerzen ... Nachbehandlung, Schmerzensgeld
                                                                                                          9.000,00 DM

OLG Oldenburg, VersR 1987, 1022: schuldhaft falsches Einsetzen von drei Brücken und dadurch resultierende Beschwerden von eineinhalb Jahren ergab ein Schmerzensgeld von heute                                                                6.000,00 DM

b.) Kronen / prothetische Neuversorgung allgemein:

OLG Stuttgart, Urteil vom 25. November 1980, 6 U 142/80: fehlerhafte Kronen, wiederholtes Beschleifen, einjährige schmerzhafte Nachbehandlung, Rechtsverfolgung wurde erschwert, Schmerzensgeld                                                   15.000,00 DM

OLG Düsseldorf, VersR 1985, 456: Überkronung von gesunden Zähnen, Krone mit Randspalten, Schmerzensgeld                                                           7.000,00 DM

OLG Köln, Urteil vom 29. August 1990, 27 U 30/90, in VersR 1991, 1413: unbrauchbare Prothesen im Oberkiefer und Unterkiefer, Neuversorgung, dauerhafte, zweijährige Schmerzen, Schmerzensgeld                                                              8.000,00 DM

OLG Zweibrücken, Urteil vom 09. Juli 1992, 5 U /91, in Hacks/Ring/Böhm, ADAC-Schmerzensgeldtabelle, lfd. Nr. 931 (Aufl. 1995): 16 Monate erhebliche Beschwerden als Folge eines ärztlichen Fehlers bei einer Zahnbehandlung, z.B. beim Kauen und Sprechen, Schmerzensgeld                                                               11.000,00 DM

c.) Zahnverlust:

OLG Karlsruhe, Urteil vom 14. Dezember 1988, 7 U 29/88, in VersR 1989, 852 f.: Verlust von sechs Zähnen durch Unterlassen einer Paradontosebehandlung, Schmerzensgeld                                                                                12.400,00 DM

d.) fehlerhafte Zahnentfernung:

LG Heidelberg, Urteil vom 06. Juni 1984, 3.O.96/82: Weisheitszahnentfernung, Nervbeschädigung, Schmerzensgeld                                                12.500,00 DM

LG Bonn, VersR 1989, 811: Nervverletzung bei Entfernung von Weisheitszahn, Aufklärungsverschulden, Schmerzensgeld                                         8.000,00 DM

LG Heidelberg, VersR 1991, 822: Weisheitszahnentfernung, Kieferfraktur, Schmerzensgeld                                                                                 7.000,00 DM